Hausgemachte Karamellsauce

Wir sind wieder zurück! Zwei Wochen USA sind leider schon wieder vorbei, aber ich habe eine Menge tolle Ideen von dort mitgebracht und noch dazu auch ca 45 kg Zeug zum Backen. Angefangen bei einem uralten Handmixer aus den 60gern bis hin zu Perlendekor in allen Farben…. Ich kann es kaum erwarten mit all den feinen Dingen loszulegen.

Zunächst aber empfing uns Deutschland mit leicht herbstlichen Wetter und das weckte sofort die Lust nach leckerem Gebäck mit Karamell, Zimt und Co. in mir. In Amiland hab ich fast immer, wenn ich was süßes gegessen habe zu etwas mit Zimt und Karamell gegriffen, daher hatte ich reichlich Inspiration intus und versuche seit unserer Rückkehr auch eine bestimmte Kekssorte nachzubacken und einen Kuchen von Starbucks zu imitieren… wir sind auf dem richtigen Weg, aber irgendwie ist es noch nicht perfekt leider….

Naja, bis dahin also hab ich mir schnell eine Karamellsauce angerührt, die für eines meiner nächsten Rezepte ganz wichtig ist. Für die ganz Faulen unter uns, kann man auch einfach eine ungeöffnete Dose Kondensmilch 2 Stunden lang im Wasserbad kochen – wenn man die Dose dann öffnet, hat man auch Karamellsauce. Ist aber eigentlich ein Verbrechen, denn nichts ist leichter als diese selbst herzustellen… man nennt sie im Ausland auch ganz gerne Dulce de leche…. das nur mal so nebenbei :).

Mega wichtig ist folgendes:

– Bei der Herstellung von Karamell könnt ihr euch sehr leicht und extrem schlimm verbrennen. Nichts brennt so schlimm auf der Haut wie heißer Zucker. Aus eigener leidlicher Erfahrung kann ich sagen, seid übervorsichtig!

– Der Zucker wirft Blasen und beim Aufgießen mit der Sahne verdoppelt sich das Volumen der Masse – achtet darauf einen Topf zu nehmen, der hoch genug ist und arbeitet mit einem langstieligem Holzlöffel.

– Die Karamellsauce auf gar keinen Fall vor dem vollständigen erkalten probieren. Ich schwöre euch, ihr habt ne halbe Zunge weniger wenn ihr in Versuchung kommt am heißen Löffel zu schlecken!

– Stellt euch vor Produktionsbeginn alles abgewogen und abgemessen in Reichweite, da man schnell sein muss bei der Zubereitung.

So, nun aber genug Gefasel :). Abgesehen von diesen wichtigen Hinweisen ist die Sauce in 15 Minuten fertig und hält sich für bis zu 3 Monate im Kühlschrank.

Zutaten:

300 g Sahne
1 EL Vanilleextrakt (ersatzweise 1-2 ausgekratzte Vanilleschoten)
225 Zucker
50 Gramm Butter
Optional: 1 EL Meersalz gemahlen

Sahne mit Vanilleextrakt kurz aufkochen lassen, beiseite stellen.

Zucker in einem etwas größeren Topf unter hoher Hitze schmelzen lassen. Wichtig: nicht rumrühren – erst wenn die Hälfte des Zuckers bereits flüssig ist, könnt ihr ein wenig nachhelfen, damit der restliche Zucker sich auch auflöst. Sobald der Zucker anfängt starke Blasen zu werfen und vor allem (das ist das wichtigste!!!) Bernsteinfarben zu werden, sofort Butter hinzugeben und solange rühren, bis diese verschmolzen ist. Nun die heiße Sahne nach und nach hinzufügen – achtung, nun wird es heftig blubbern, einfach weiterrühren und eventuell die Hitze ein wenig regulieren. Das einfüllen der Sahne sollte nicht länger als 1 Minute dauern, dann kurz alles aufkochen lassen und runter von der Hitze.

Optional: Wer nun, so wie ich, auf salziges Karamell steht, gibt nun den Esslöffel Meersalz hinzu und rührt ihn unter.

Die heiße Karamellsauce in sterile (um die Haltbarkeit zu garantieren) Marmeladengläser füllen und sofort verschliessen.

Fertig!

Die Möglichkeiten dieses Karamell zu nutzen sind unendlich. Im Kuchen, auf dem Brot, als Dip für Apfelspalten, im heißen Kaffee…. was immer ihr wollt. Ein paar Ideen liefere ich euch die nächsen Tage bereits, also lohnt es sich, die Sauce auf Vorrat herzustelln :). Übrigens auch ein tolles Geschenk oder Mitbringsel :).

Njom. Njom.

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9 Kommentare zu “Hausgemachte Karamellsauce

  1. hallo!
    caramel mach ich auch immer wieder gerne! ist ein tolles mitbringsel. werde deine reihenfolge mal ausprobieren. gieße immer erst die nicht erhitzte sahne und dann die butter dazu…. meersalz kommt bei mir auch immer mit hinein:)
    2 wochen usa….neid 🙂
    ich freue mich über neue rezepte,beiträge und bilder:)
    habt einen schönen abend und ein gemühtliches we!
    vlg tine

    • ja, da hast du recht! es kommt auch noch ein DIY zur verpackung zum verschenken 🙂
      ich habe schon verschiedene techniken zur herstellung probiert, aber die anderen sind oft nicht gelungen – diese version halte ich für gelingsicher und auch für anfänger leicht nachzumachen.

      meinst du ich soll mal vorstellen, was ich in den usa so alles gekauft habe? waren ja über 40 kg gepäck nur für den blog gewesen 🙂

      ganz liebe grüße an dich, liebe tine!

  2. Pingback: Apfelbrot ohne Hefe, dafür mit Karamellfüllung | tezukuri baking

  3. Pingback: Gestürzter Bananenkuchen | tezukuri baking

  4. Pingback: Seite nicht gefunden | tezukuri baking

  5. Hallöchen, ich habe heute einmal die selbstgemachte Karamellsauce ausprobiert und ich muss sagen, sie ist herrlich. Sie ist zwar etwas dunkler als bernsteinfarben geworden, was meines Erachtens dem Topf geschuldet ist, der sehr unterschiedlich den Zucker geschmolzen hat (an der einen Seite gar keine Schmelze und am erhöhten Rand wurde es sofort braun, sodass ich sofort rühren musste, sonst wäre es mir verbrannt – komischer Topf), aber dem Geschmack tut es dennoch keinen Abbruch. Das nächste Mal bekomme ich es besser hin 🙂

    An dieser Stelle muss ich dir gleich einmal einen riesen Lob für deinen Blogg aussprechen. Steffi hatte ihn mir empfohlen und ich muss sagen, Ich finde ihn toll. Bitte mach weiter so!

    Liebe Grüße
    Sandy

    • oh danke sandy für deinen lieben Kommentar 😉 freue ich mich riesig.

      als kleiner Tipp fürs nächste mal: auf die gleichmäßige Verteilung des Zuckers im Topf achten… aber Fakt ist, es kann am Topf, aber auch am Herd gelegen haben (manchmal kommt hier oder da mehr bzw weniger Hitze an…)

      Hauptsache ist aber, es hat geschmeckt ;))

      liebe Grüße!

  6. Sehr lecker, wirklich. Habe sowohl mit als auch ohne Salz ausprobiert. Danke fürs tolle Rezept!
    Kleine Frage: Ich hatte ein paar kleine Klumpen im Topf, die ich dann nicht mit ins Glas gegossen habe. Lassen die sich irgendwie vermeiden? Hätte ich länger kochen lassen sollen?

    • Hi Tabea, vielen lieben Dank für das Kompliment :).

      Klümpchen könnten sich gebildet haben, weil du zu früh angefangen hast zu rühren – kann das sein? Durch längeres Kochen lösen diese sich leider nicht mehr auf.

      Liebe Grüße

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